Kapitel 3

Die Kellnerin

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Henry Atterberry erbleichte. Hatte Perrot schon zu Beginn seines zufälligen Aufeinandertreffens mit ihm geglaubt, dass kein lebender Mensch jemals eine intensivere Blässe haben konnte, so wurde er jetzt eines besseren belehrt. Jegliches Leben schien aus diesen Zügen entwichen zu sein. Sir Atterberry griff mit der linken Hand haltsuchend an die hohe Armlehne des Diwans. Mit der anderen Hand griff er nach seinem Taschentuch und presste es sich aufstöhnend über die Augen.
Angesichts dieses wirklich bedrohlichen Zusammenbruchs war Perrot geistesgegenwärtig genug aufzuspringen und eine an der offenen Tür vorbeieilende Bedienung herbeizurufen. „Madame ... Sie kommen mit Ihren Getränken wie gerufen.“
Perrot deutete auf Henry Atterberry, dessen akute Verfassung schnellstes Eingreifen erforderte und nahm beherzt ein Weinglas von dem Tablett. „ Ah, magnifique. Dieses Bukett … trinken Sie das, mein Freund. Das wird Ihre Lebensgeister wieder hervorrufen.“
„Weißwein. Das ist Weißwein mit geeisten Holunderblütendolden. Dieses Getränk kann Tote zum Leben erwecken.“ Die Kellnerin schlug verlegen die Augen zu Boden. „Das war eine äußerst unpassende Bemerkung. Ich kann mir nicht erklären, wie ich etwas Derartiges aussprechen konnte. Bitte verzeihen Sie.“
Perrot lächelte freundlich. Er sah keine Veranlassung, dieser Bitte nicht nachzukommen. Sir Atterberry schien keine Notwendigkeit zu sehen, mit einer Servicekraft einen persönlichen Dialog zu beginnen. Das zumindest glaubte Perrot aus seinem Gesicht herauszulesen. Aber er sah noch etwas anderes. Ein kurzes Flirren in den Augen des Bräutigams, das sich auf abgründige Weise in den Augen der Kellnerin zu spiegeln schien.

Henry Atterberry erbleichte. Hatte Perrot schon zu Beginn seines zufälligen Aufeinandertreffens mit ihm geglaubt, dass kein lebender Mensch jemals eine intensivere Blässe haben konnte, so wurde er jetzt eines besseren belehrt. Jegliches Leben schien aus diesen Zügen entwichen zu sein. Sir Atterberry griff mit der linken Hand haltsuchend an die hohe Armlehne des Diwans. Mit der anderen Hand griff er nach seinem Taschentuch und presste es sich aufstöhnend über die Augen.
Angesichts dieses wirklich bedrohlichen Zusammenbruchs war Perrot geistesgegenwärtig genug aufzuspringen und eine an der offenen Tür vorbeieilende Bedienung herbeizurufen. „Madame ... Sie kommen mit Ihren Getränken wie gerufen.“
Perrot deutete auf Henry Atterberry, dessen akute Verfassung schnellstes Eingreifen erforderte und nahm beherzt ein Weinglas von dem Tablett. „ Ah, magnifique. Dieses Bukett … trinken Sie das, mein Freund. Das wird Ihre Lebensgeister wieder hervorrufen.“
„Weißwein. Das ist Weißwein mit geeisten Holunderblütendolden. Dieses Getränk kann Tote zum Leben erwecken.“ Die Kellnerin schlug verlegen die Augen zu Boden. „Das war eine äußerst unpassende Bemerkung. Ich kann mir nicht erklären, wie ich etwas Derartiges aussprechen konnte. Bitte verzeihen Sie.“
Perrot lächelte freundlich. Er sah keine Veranlassung, dieser Bitte nicht nachzukommen. Sir Atterberry schien keine Notwendigkeit zu sehen, mit einer Servicekraft einen persönlichen Dialog zu beginnen. Das zumindest glaubte Perrot aus seinem Gesicht herauszulesen. Aber er sah noch etwas anderes. Ein kurzes Flirren in den Augen des Bräutigams, das sich auf abgründige Weise in den Augen der Kellnerin zu spiegeln schien.