Kapitel 1

Die Sonnenhutfrau

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Perrot warf einen Blick auf seine Taschenuhr. Bis zum Zeitpunkt der Einladung waren es noch dreieinhalb Stunden. Da konnte sich einiges verändern. Zum Beispiel konnten sich Wolken vor die Sonne schieben. Keine bedrohlichen. Sondern diese kleinen, weißen, die wie Luftschiffe dahinsegelten und gelegentlich lang anhaltende Momente der Abkühlung zuließen. Prüfend blickte er zum Himmel hinauf. Keine Wolken. Keine Abkühlung. Aber Luftballons. Nach dieser Feststellung steuerte er zielstrebig das Gartencafe  und einen der freien Tische unter einem Sonnenschirm an. Er hoffte inständig, Inspektor Jeff würde ihm anlässlich seines Besuches keine schwere, regionale Kost auftischen.  Er kannte die dyspeptische Speisenvorliebe seines britischen Freundes. Ihm selbst stand der Sinn angesichts der herrschenden Temperaturen eher nach kleinen, überschaubaren Portionen. Nach etwas Leichtem. Wie Bachforelle auf Feldsalat.
„Mon dieu, diese Hitze ist murderously.“
Perrot hatte eine Gruppe Damen erreicht, die an einem Tisch mit Blick auf die Scheune Platz genommen hatten. Er verbeugte sich nonchalant in Richtung der kleinen Gesellschaft, wobei er mit einer formvollendet ausgeführten Geste seinen Matlot lüftete.
„Nes pa, Madame.“ Er lächelte eines der Gesichter unter einem aprikotfarbenen Sonnenhut an. „Diese spätsommerliche Hitze ist in der Tat mörderisch.“  
Nach dieser kurzen, launig anmutenden Bemerkung, die seitens der Angesprochenen ohne Erwiderung blieb, setzte er seinen Weg zum Schatten spendenden Sonnenschirm fort.
Dort angekommen strich Achille Perrot, der Enkel des großen Hercule Perrot, mit einer fast identischen Bewegung wie sein von ihm innig geliebtes Vorbild nachdenklich seinen Schnurrbart entlang.

Perrot warf einen Blick auf seine Taschenuhr. Bis zum Zeitpunkt der Einladung waren es noch dreieinhalb Stunden. Da konnte sich einiges verändern. Zum Beispiel konnten sich Wolken vor die Sonne schieben. Keine bedrohlichen. Sondern diese kleinen, weißen, die wie Luftschiffe dahinsegelten und gelegentlich lang anhaltende Momente der Abkühlung zuließen. Prüfend blickte er zum Himmel hinauf. Keine Wolken. Keine Abkühlung. Aber Luftballons. Nach dieser Feststellung steuerte er zielstrebig das Gartencafe  und einen der freien Tische unter einem Sonnenschirm an. Er hoffte inständig, Inspektor Jeff würde ihm anlässlich seines Besuches keine schwere, regionale Kost auftischen.  Er kannte die dyspeptische Speisenvorliebe seines britischen Freundes. Ihm selbst stand der Sinn angesichts der herrschenden Temperaturen eher nach kleinen, überschaubaren Portionen. Nach etwas Leichtem. Wie Bachforelle auf Feldsalat.
„Mon dieu, diese Hitze ist murderously.“
Perrot hatte eine Gruppe Damen erreicht, die an einem Tisch mit Blick auf die Scheune Platz genommen hatten. Er verbeugte sich nonchalant in Richtung der kleinen Gesellschaft, wobei er mit einer formvollendet ausgeführten Geste seinen Matlot lüftete.
„Nes pa, Madame.“ Er lächelte eines der Gesichter unter einem aprikotfarbenen Sonnenhut an. „Diese spätsommerliche Hitze ist in der Tat mörderisch.“  
Nach dieser kurzen, launig anmutenden Bemerkung, die seitens der Angesprochenen ohne Erwiderung blieb, setzte er seinen Weg zum Schatten spendenden Sonnenschirm fort.
Dort angekommen strich Achille Perrot, der Enkel des großen Hercule Perrot, mit einer fast identischen Bewegung wie sein von ihm innig geliebtes Vorbild nachdenklich seinen Schnurrbart entlang.